Fabian Hauser
stellv. Solo-Klarinette, hohe Klarinette
Biografie
Fabian Hauser (geb. 1969) erhielt im Alter von 6 Jahren zunächst Klavierunterricht, bevor mit 8 Jahren der erste Klarinettenunterricht bei seinem Vater Prof. Fritz Hauser folgte. 1989 begann er das Musikstudium an der Hochschule für Musik in Detmold bei Prof. Hans-Dietrich Klaus (Klarinette) und Matthias Peters (Klavier). Er gewann einen 1. Preis beim Wettbewerb der Hochschulen Detmold/Weimar für Kammermusik. Sein Studium beendete er mit der künstlerischen Reifeprüfung, die er mit Auszeichnung bestand.
Seit 1994 war er bei der Philharmonia Hungarica (Ungarische Philharmonie im Exil) in Marl als stellvertretender Soloklarinettist angestellt. Mit diesem Orchester nahm er an Konzerttourneen nach China, Japan, Russland und Amerika teil. 2001 wechselte er an dieselbe Position nach Bielefeld zu den Bielefelder Philharmonikern, wo er seitdem in vielen Opernproduktionen, Sinfoniekonzerten und Kammermusikauftritten mitwirkt.
Welche Musik hörst du zu Hause?
Zur Zeit höre ich viel von der polnischen Pianistin Hania Rani. Sehr meditative und stille Musik, aber mit einem sehr eigenen Style. Da ich selber komponiere, höre ich auch oft meine eigenen Sachen.
Welche Sache, die möglichst wenig mit Musik zu tun hat, machst du besonders gerne?
Ich bastel gern an meinem Haus herum. Das führte dazu, dass wir seit Herbst eine eigen Sauna haben, seitdem ist schwitzen gehen eine meiner Lieblingsbeschäftigungen.
Wenn du nicht Musiker*in geworden wärst, würdest du heute …
Oh, das ist eine schwierige Frage. In meiner Jugend wollte ich zuerst Orgelbauer und nach einem späteren Plan Tonmeister werden, habe mich dann aber doch für das Musikstudium entschieden. Da in meiner Laufbahn ein Orchester, bei dem ich fest beschäftigt war, aufgelöst wurde, war ich danach eine zeitlang arbeitslos und gezwungen über die Frage konkreter nachzudenken. Damals habe ich mich dann für eine Ausbildung im Bereich alternative Energien interessiert. Windradbau, oder Solardachbau. Etwas in dieser Richtung. Zum Glück habe ich dann aber sehr schnell den Arbeitsvertrag hier in Bielefeld bekommen - ein riesen Glücksfall für mich. Ich bin nachwievor sehr glücklich darüber, wie das alles gelaufen ist.
Welche Musiker*innen-Klischees erfüllst du?
Ich weiß nicht, ob das ein echtes Klischee ist, aber ich bin geradezu ängstlich pünktlich. Zu spät zum Konzert kommen ist für einen Musiker ein ziemlicher Super Gau. Das ist doch ziemlich tief verhaftet.
Hast du bestimmte Rituale vor oder nach dem Konzert?
Das bezieht sich in meinem Fall ein wenig auf die vorherige Frage: ich bin immer ziemlich früh am Konzertort. Ich brauche das Gefühl mich in Ruhe im Saal vorbereiten zu können. Ich widme mich dann der Aufgabe, das Instrument an den Saal anzupassen. und gehe die Noten nochmal konzentriert durch. Knapp kommen bedeutet für mich Stress und den will ich unbedingt vermeiden.