Kim Freudenberger

2. Violine, tutti

Biografie

Kim Freudenberger, geboren 1986 in Detmold, begann im Alter von acht Jahren Geige zu spielen. Nach zahlreichen Erfahrungen in verschiedenen Jugendorchestern wie u.a. der Deutschen Streicherphilharmonie unter Prof. Michael Sanderling, studierte Kim nach dem Abitur an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Prof. V. Paraschkevov. Nachdem sie die „Künstlerische Ausbildung“ im Jahre 2011 mit Auszeichnung abschloss, ging sie nach Kassel, um dort im Staatsorchester eine 2-jährige Akademie zu absolvieren. Im Jahre 2013 gewann Kim einen Zeitvertrag bei den Bielefelder Philharmonikern und seit 2016 ist sie - nach gewonnenem Probespiel - schließlich fest im Orchester der Bielefelder Philharmoniker angestellt.
Eine besondere Vorliebe hatte Kim schon immer für kammermusikalische Arbeit; durch Prof. V. Mendelssohn wurde diese Leidenschaft während ihres Studiums stark befeuert, sodass ihre liebsten Besetzungen bis heute die kleineren, kammermusikalischen Formationen sind.


Im Jahre 2018 schloss Kim berufsbegleitend eine Ausbildung zur Mentaltrainerin an der ILS Hamburg mit 1,0 ab und ist seither zertifizierte Mentaltrainerin.
In den vergangenen Jahren hat ihr Interesse an der Vermittlung von Musik und Geigenspiel stark gewonnen, sodass sie sich derzeit gern in diesem Bereich engagiert.

 

 

 

Welche Musik hörst du zu Hause?
Ich höre privat alles Mögliche, aber kaum Klassik. Pop, Soul, R&B, Jazz, manchmal auch gern Rap, wenn es nach mir geht. Aber seit 5 Jahren laufen auch durchaus häufig Kinderlieder auf den Boxen. Da gibt es aber auch schöne Musik – die Alben von Charlie Glass zum Beispiel und richtig gut finde ich manchmal auch, wenn gar nichts läuft und es einfach mal still ist.



Welche Sache, die möglichst wenig mit Musik zu tun hat, machst du besonders gerne?
Vieles. Ich gehe sehr gern raus in die Natur, gehe gern skaten und schwimmen, schaue Filme (am liebsten Thriller mit meinem Mann zusammen), lese und reise, werkle, male und bastle häufig, treffe Freunde, koche und esse gern und beschäftige mich mit meinen Kindern. Meine Lieblingsbeschäftigung momentan ist es wahrscheinlich, mit meiner Familie durch den Wald zu laufen und dabei ganz viel zu entdecken oder große Leinwände mit Acrylfarben zu bemalen – unser neues, gemeinsames Familienhobby; mit Vorliebe am Sonntag nach einem großen Eierkuchenfrühstück.
 


Wenn du nicht Musiker*in geworden wärst, würdest du heute …
…Psychologin oder Ärztin sein. Es war auch nie eine niet- und nagelfeste Entscheidung, wenn ich ehrlich bin. Ich habe häufig gehadert, auch wenn ich meinen Beruf als Geigerin im Grunde sehr liebe.

 

Welche Musiker*innen-Klischees erfüllst du?
Was sind denn typische Musikerklischees? Ich bin abends und nachts sehr effektiv, am Vormittag eher gezwungenermaßen; ich bin schon ein ganzes bisschen verrückt, bin hyperbeweglich und sehr gern kreativ im künstlerischen Bereich. Erfülle ich damit Musiker-Klischees?



Hast du bestimmte Rituale vor oder nach dem Konzert?
Vor dem Konzert habe ich während meines Studiums grundsätzlich eine Banane gegessen und Kamillentee getrunken und hatte ich das nicht gemacht, so konnte ich auch nicht auf die Bühne. Heute gucke ich vor dem Konzert nochmal auf mein Handy, ob daheim alles im grünen Bereich ist und dann gehe ich Pipi machen, ob ich muss oder nicht.
Nach dem Konzert gab es früher Rotwein und zeitweise auch ne Zigarette; heute gibt es eine totenstille Autofahrt nur mit mir allein, die ich liebe nach einem Konzert und dann muss ich relativ rasch ins Bett, weil der nächste Tag doch recht früh losgeht. Den Rotwein und ein leckeres Essen habe ich aber auch heutzutage nicht ganz von meiner „manchmal-gönn-ich-mir-das-Liste“ gestrichen.